Starke Nerven – eine Frage der Balance

Die Nerven liegen blank. Kann man nun mit den Enkeln in den August- Urlaub fahren oder besser nicht? Und wenn ja: Ist es im Ausland sicherer vor CORONA oder doch eher in Deutschland? Neben einer strengen Hygiene und dem verlässlichen Einhalten bestehender Vorsichtsmaßnahmen ist derzeit vor allem ein robustes Nervenkostüm gefragt. Eine gut austarierte Neurobalance hilft, Herausforderungen wie die augenblickliche Krise besser zu meistern.

Konflikte lösen

Tiere entziehen sich gefährlichen Lebenslagen meist durch Flucht. Dazu zählt in gewissem Sinne auch, einfach in den Schlaf zu fallen oder bewegungslos zu verharren. Dem Vogel Strauß wird nachgesagt, er würde seinen Kopf in den Sand stecken und glauben, die Gefahr wäre vorbei. Der Mensch weiß es besser. Flucht ist nicht die einzige Möglichkeit zur Konfliktlösung. Natürlich schützen passive Abstandsregeln vor Infektionen. Oft ist aber auch ein aktiver Kampf von Nöten. Dazu zählt die intensive Erforschung potentieller Impfstoffe. Unsereins muss sich energisch gegen die Gefahren der Natur rüsten. Das wichtigste Steuerzentrum des Organismus macht da keine Ausnahme. In jeder Sekunde werden Milliarden und Abermilliarden biochemische Signale im Gehirn verarbeitet. Nur wenn dabei alles im Takt bleibt, funktionieren Nerven und Psyche einwandfrei.

Schranken überwinden

Wissenschaftler hatten bereits vor Jahren herausgefunden, dass ein Anstieg der Serotonin-Konzentration im Gehirn zu einer verbesserten Stress-Resistenz führt, während eine zu geringe Aktivität dieses körpereigenen Neurotransmitters Depressionen begünstigen kann. Gut verständlich, dass Serotonin im Volksmund auch als „Glückshormon“ gilt. Obwohl das Gehirn der Hauptwirkort des Serotonins ist, kann diese Substanz die Blut- Hirn-Schranke nicht überwinden. Deshalb muss Serotonin direkt „vor Ort“, produziert werden. Es ist ein großes Glück, dass der Grundbaustein für eine solche körpereigene Produktion, die Aminosäure Tryptophan, jene Schranke problemlos überwindet.

Magisches Oktett

Tryptophan gehört zu den 20 Aminosäuren, auf denen das gesamte irdische Leben fußt. Nur acht von ihnen sind aber wirklich essentiell und müssen unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden. Trypthophan ist Mitglied dieses magischen Oktetts und nicht nur für eine gesunde Psyche, sondern für das Funktionieren des Lebens insgesamt unverzichtbar. Tryptophan findet sich in zahlreichen Nahrungsmitteln wie Kuhmilch, Kakaopulver und Sojabohnen.

Teamgeist

Doch mit Tryptophan allein ist es bei Weitem noch nicht getan, wenn es um eine ausgeglichene Psyche geht. Hier ist das Zusammenspiel vieler Partner erforderlich. Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium tragen zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei und unterstützen eine normale psychische Funktion. Nicht zu vergessen seien an dieser Stelle die Vitamine B2, B5, B6 und B12, die mit gutem Grund als „Nerven-Vitamine“ bezeichnet werden.

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